Zwischen Okzident und Orient

Die Multi-Kulti-Kochgruppe entdeckt die türkische Küche

Die türkische Küche hat eindeutig mehr zu bieten als Döner Kebap und Fladenbrot. Sie wird von vielen Kennern sogar als eine der abwechslungsreichsten Küchen der Welt angesehen.

Dieser Ruf hat die Multi-Kulti-Kochgruppe dazu animiert, sich näher mit den türkischen Speisen zu befassen. Unter der Leitung der Köche des Abends, Jonah Reindl (Q2) und Stefan Feit, tauchten 25 Köche in der wunderbaren Poggenpohl-Schulküche des GSA tiefer in die kulinarische Türkei ein. An den ersten beiden Kochblöcken wurden meze hergestellt. Das sind kalte oder warme kleine türkische Speisen, denen man mit der Bezeichnung "Vorspeisen" nicht gerecht wird. Die wörtliche Übersetzung von meze lautet "angenehmer Geschmack", daher sollen diese Speisen nicht den Magen füllen, sondern den Gaumen erfreuen. Es gab Schafskäsecreme, Bulgursalat, Kichererbsensalat und Börek. Letzteres sind ausgesprochen schmackhafte Blätterteigröllchen, die mit einem Schafskäse-Joghurt-Mix gefüllt waren. Außerdem wurden Weinblätter gerollt und Köfte geformt, eine Art Hackbällchen aus Lammfleisch, Rindfleisch und Bulgur.

Die dritte Kochgruppe befasste sich mit der Zubereitung der Lammkeule in Joghurtkruste. Das war schon eine Aufgabe, die Lammkeulen für 25 Personen zuzubereiten. Dennoch: Am Ende konnten wir eine wunderbar zarte Lammkeule genießen. Dazu gab es geschmorte mit Tomaten und Paprika gefüllte Auberginen, die auch die Herzen unserer Fleischesser höher schlagen ließen.

An der vierten Kochinsel, wurde Baklava zubereitet, eine Sinfonie aus Blätterteig, Mandeln bzw. Nüssen und Pistazien sowie jede Menge Sirup. Diese Nachspeise hatte die Herzen oder besser gesagt die Geschmacksnerven der Teilnehmer gewonnen. Alle waren sich einig: Das macht Lust auf mehr!

Haben Sie vielleicht auch Lust die Küche fremder Länder oder Ihnen noch unbekannte Teile der deutschen Küche zu entdecken? Dann melden Sie sich bei den Leitern der MultiKulti-Kochgruppe, Michaela Becker und Benedikt Feit (Q2) oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir nehmen Sie gerne in unseren Mail-Verteiler auf und laden Sie zu unserem nächsten Kochevent ein, das voraussichtlich im Januar stattfinden wird. Übrigens: Es sind nicht nur Eltern, sondern auch Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer herzlich willkommen. 

(Text: Michaela Becker; Fotos: Benedikt Feit, Stefan Feit)

Live dabei sein!

15.Oktober 2019: Videotelefonat mit dem Astronauten Luca Parmitano auf der ISS!

Am 15. Oktober findet mit unserem außerschulischen Partner ESERO Germany an der Ruhr-Universität Bochum ein Videotelefonat mit dem Kommandanten der Internationalen Raumstation ISS statt. Das Gymnasium Siegburg Alleestraße ist mit der AG Fernerkundung live dabei! Anmeldungen sind noch möglich.

Der Live-Call wird über NASA TV gestreamt: LiveCall

Live einen Blick in die Internationale Raumstation werfen und beim Videotelefonat mit dem aktuellen Kommandanten der ISS, Luca Parmitano, dabei sein können Interessierte am 15. Oktober 2019 ab 12:30 Uhr im Hörsaal HGB 10 der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Lehrerinnen und Lehrer aus Deutschland, Spanien und Italien haben Fragen vorbereitet, die der Astronaut beantworten wird. Der Live-Call wird organisiert von unserem außerschulischen Partner, dem European Space Education Resource Office ESERO, das seinen Sitz an der RUB hat. Wer dabei sein will, kann sich ab sofort anmelden unter Anmeldung.

Die Internationale Raumstation ISS ist die einzige ständig bemannte Raumstation und das größte außerirdische Bauwerk. Sie wird in internationaler Kooperation mit 16 Staaten betrieben. Der aktuelle Kommandant ist der italienische Astronaut Luca Parmitano.

Am Nachmittag des 15. Oktober wird die ISS sich über den USA befinden. Von dort aus wird das Telefonsignal über die European Space Association ESA in Noordwijk in den Niederlanden dann nach Bochum in den Hörsaal sowie nach Spanien und Italien übertragen.

Die Verbindung zur ESA wird gegen 14:30 Uhr aufgebaut. Zwischen 15:10 und 15:30 findet dann das Telefonat statt. Lehrerinnen und Lehrer aus den drei Ländern haben Fragen an den Astronauten vorbereitet, die sich zum Beispiel um die aktuellen Experimente oder künftige Missionen drehen. Im Rahmenprogramm gibt es Informationen von Experten zum Beispiel von der ESA. Die Veranstaltung ist geeignet für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Nach Beginn ist kein Einlass mehr möglich.

(Text: Dr. Andreas Rienow, AG Geomatik, Geographisches Institut der Ruhr-Universität Bochum; Foto: ESA)

Digitale Bildung mit Verstand

Das Gymnasium Siegburg Alleestraße erhält die Auszeichnung als digitale Schule

„Um Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung abwägen zu können, bedarf es einer guten schulischen Bildung und einer damit verbundenen Reflexions- und Urteilsfähigkeit“, heißt es auf der Homepage der Initiative MINT, welche die schulische Bildung in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fördert.
 
Einen reflektierten und kritischen Umgang der Schülerinnen und Schüler mit den digitalen Medien zu fördern, hat das GSA sich schon seit längerer Zeit auf die Fahne geschrieben. Und somit wurde die digitale Ausstattung der Schule in den vergangenen Monaten umfassend erneuert und aufgestockt, die Möglichkeit zur gewinnbringenden Nutzung der digitalen Medien in die schulinternen Lehrpläne aller Fächer diskutiert und integriert und die erste Tabletklasse eingeführt. Diese Bemühungen wurden nun belohnt und in der vergangenen Woche wurde es bekannt gegeben: Das GSA erhält die Auszeichnung als Digitale Schule. Am 30.10. wird in Düsseldorf die offizielle Ehrung des Siegburger Gymnasiums stattfinden.
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Wie wichtig Wissen und Reflexion beim Umgang mit digitalen Medien ist, wird uns jeden Tag vor Augen geführt. Sei es die Arbeitswelt, wo Fähigkeiten in diesem Bereich heutzutage fast überall gefordert werden oder schlichtweg die Notwendigkeit, bewusst und überlegt mit seinen persönlichen Daten im Internet umzugehen, erst selbst nachzudenken, wenn man einen Artikel im Netz liest und Quellen kritisch zu hinterfragen. Die Digitalisierung bietet uns ein schier unerschöpfliches Maß an Möglichkeiten, bringt jedoch auch Gefahren mit sich. Der Umgang mit digitalen Medien stellt sich somit als Balanceakt heraus, der gelernt sein will – und wo sollten diesbezügliche Kompetenzen vermittelt werden, wenn nicht in der Schule? Früh übt sich. Die Schülerinnen und Schüler des GSA werden jedenfalls gerüstet sein für ihre Zukunft in der digitalen Welt!
(Text: Hille Eden)

Große Gala am Gymnasium Siegburg Alleestraße

Mehr Preisträger, mehr Spenden und mehr Gäste kaum vorstellbar

„An dieser Schule wird Sozialkompetenz entwickelt“, sagt Bürgermeister Franz Huhn über das Gymnasium Siegburg Alleestraße an der großen Abendgala, die die Schule veranstaltete, um die engagierten Schülerinnen und Schüler zu ehren. „Das tut Not in der heutigen Zeit!“ Dabei bezog sich der Bürgermeister unter anderem auf die fantastische Summe von 15.000€, die die Schülerinnen und Schüler durch ihr Engagement am Tag für Afrika gesammelt hatten.

An diesem traditionsreichen Tag, an dem die Lehrerschaft in Konferenzen gebunden sind, gehen die Schülerinnen und Schüler raus und sammeln Geld – durch Musik, durch Selbstgebackenes und Gekochtes, durch Spiele, Lose, Kunst, Basare oder aber auch durch Rasenmähen bei der Oma oder Arbeit in Betrieben. All das Geld kommt zusammen und wird an zwei große Projekte in Afrika gespendet.

Allein die Klasse 7a hat dabei über 1800€ gesammelt. Zur Scheckübergabe reiste ebenfalls der Gründer und CEO der Initiative Mr. Hamilton Ayiera Nyanga aus Kenia an. Die „Ayiere Initiative“ koppelt dabei Fußball mit Bildungsprogrammen und ermöglicht Kindern aus Slums Schulstipendien. Für 100€ - 250€ kann dort bereits ein Kind für ein Jahr in die Schule gehen – etwas, was für die Kinder aus den Armutsvierteln ansonsten kaum vorstellbar wäre. Seine Worte, dass man selbst die Veränderung sein solle, die man sich für diese Welt wünsche, erhielten tosenden Beifall. Den Besuch ermöglichte ebenfalls Heribert Scharrenbroich, Vorstandsvorsitzender der „Stiftung Zukunft für Kinder in Slums“. Dieser schloss damit, dass „diese Schule stolz sein kann auf das, was sie hier leisten.“

Ein Teil des Geldes gingen ebenfalls an das Projekt „Education Service International“ in Benin, welches der Honorarkonsul der Republik Benin, Dr. Jochen Blöse, dankend entgegennahm, welcher gemeinsam mit Französischlehrerin Ramona Hunzelmann einen Einblick in das für uns fremde Land gaben, in welchem nur etwas mehr als 3% der Bevölkerung  über 65 Jahre alt wird. Das Bildungsprojekt in Benin soll dabei ebenfalls einen Beitrag zur Lösung sozialer Probleme leisten: „Bildung ist der beste Impfstoff gegen Armut“.

Auch die Schülervertretung, welche mit ihrem Projekt „Talente gegen Krebs“ fast 3000€ für die Deutsche Kinderkrebshilfe sammelten und spendeten wurden ausgezeichnet. Das komplett von der Schülerschaft des GSA organisierte Projekt konnte damit die Einnahmen des letzten Jahres fast verdoppeln, arbeitet bereits an der Planung für die Veranstaltung im nächsten Jahr. Die Werbekosten der Veranstaltung hatte der Förderverein getragen und damit sogar indirekt noch 500€ mehr gespendet. Diesem wurde in persona Martina Colbrant, der Vorsitzenden des Fördervereins, ebenfalls für die 20.000€ gedankt, welche der Förderverein in die technische Ausstattung investierte. Gemeinsam mit der Stadt flossen somit 200.000€ in Tabletklassen, neue Computer, WLAN und mehr. Da die Schule diese Technik ebenfalls mit starken Konzepten füllen konnte, erhielt sie jüngst die Auszeichnung „Digitale Schule“. Etwas, was nur 33 Schulen in ganz NRW erreicht haben, was Bettina Wallor, vom zdi-Netzwerk Rhein-Sieg-Kreis, nochmals hervorhob, als sie von den harten Auswahlverfahren berichtete.

Des Weiteren wurden auch im MINT-Bereich Preise vergeben, dabei auch eine Skype-Schalte nach Neuseeland live auf der Bühne durchgeführt, Preisträger des Vorlesewettbewerbs, des türkisch-deutschen wie auch des französischen Vorlesewettbewerbs, Preisträger der Musikwettbewerbe, Preisträger der BIG-Challenge des Faches Englisch, Preise der „Duke of Edinburgh“-AG, die Unterstützung bem Französischen Abend und auch als Sonderpreis die Technik-AG ausgezeichnet.  Alle ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler durften einen Kristallpreis und eine Sonnenblume mit nach Hause nehmen. Hamilton Ayiera sagte übersetzt, dass etwas zu Tun besser sei als darüber zu reden. In der Hinsicht redet man am Gymnasium Siegburg Alleestrasse nicht nur viel, sondern man tut umso mehr.

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(Text: Hans Klein, Fotos: Klein)

 

 

Eine Expedition, viele Experten und ein Geysirausbruch

Der Differenzierungskurs „Geographie-Physik“ der Jahrgangsstufe 8 auf Exkursion zum Kaltwassergeysir in Andernach

„In der Eifel brodelt es! Noch heute können die Spuren des Vulkanismus in der Eifel erkundet werden!“ Das ließen sich die jungen Forscherinnen und Forscher des Differenzierungskurses „Geographie-Physik“ der Jahrgangsstufe 8 nicht zweimal sagen und machten sich gemeinsam mit der Wissenschaftlerin Claudia Lindner der Ruhr-Universität in Bochum und ihren Lehrern auf den Weg ins Geysir-Zentrum in Andernach, um den Eifel-Vulkanismus zu erforschen. „Sind die Vulkane in der Eifel wirklich erloschen? Besteht ein Zusammenhang zwischen Vulkanen und Geysiren? Wie funktionieren Heiß- und Kaltwassergeysire?“

Diesen Fragen gingen die Forschenden in einem interaktiven Workshop im Erlebniszentrum in Andernach auch mit Hilfe von Experimenten nach. Der Zusammenhang zwischen Vulkanen und Geysiren konnte abschließend – auch durch einen kleinen Geysirausbruch im Reagenzglas – für die Forscher-gruppe geklärt werden. „Doch wie kann man mit Hilfe von Fernerkundungsmethoden aus dem All Vulkan- oder Geysireruptionen voraussagen oder erkennen?“ Die Wissenschaftlerin Frau Lindner konnte darauf mehr als nur eine Antwort geben und teilte der Gruppe ihre Forschungsergebnisse mit. Nun blieb eigentlich nur noch eine Frage offen.

„Wie sieht ein Geysirausbruch eigentlich aus?“ Um diese Frage beantworten zu können, ging es mit dem Schiff zum Naturschutzgebiet Namedyer Werth. Ein Experte des Geysir-Zentrums erwartete dort die aufgeregten Forschenden, die zu Zeugen des höchsten Kaltwassergeysirausbruchs der Erde wurden. Erst ein lautes Brodeln, dann eine bis zu 60 Meter hohe Wasserfontäne, die man sogar riechen konnten. Nur ganz Mutige trauten sich, dass doch sehr nach Eisen schmeckende Wasser des Geysirs, das früher als Heilwässerchen für verschiedene Beschwerden verkauft wurde, zu probieren. Zurück am Geysirzentrum angekommen, ging es zu guter Letzt mit einer weiteren Expertin durch die interaktive Ausstellung des Museums. Geologie und Geophysik zum Anfassen! Eine Expedition, viele Experten, ein Geysirausbruch und viele Erkenntnisse […].

(Text: Christina Müller, Fotos: Christina Müller)

   
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