Von Airhockey spielenden Robotern und besserwisserischen Spiegeln

Robotik-AG erkundet den Tag des offenen Projektes

Die Praxis ist ein wesentlicher Bestandteil des Studiums an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Im Rahmen des Vier-Eins-Modells folgt auf je vier Wochen Theorie jeweils eine Blockwoche, in welcher die Studierenden das Gelernte praktisch anwenden. Im Zentrum der Blockwoche steht ein Projekt, welches die Studierenden selbstständig erarbeiten müssen. Alle diese ingenieurswissenschaftlichen und medialen Projekte werden zum Schluss der letzten Projektwochen am "Tag des Offenen Projekts" der Öffentlichkeit präsentiert. Zur Präsentation dieser Projekte lädt der Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus alle Hochschulangehörigen sowie die Öffentlichkeit ein – darunter auch die Robotik-AG des Gymnasiums Siegburg Alleestraße mit ihrem Fachlehrer Abdeljebbar Slika.

Für die Schülerinnen und Schüler bot sich nicht nur die Möglichkeit, tolle Projekte wie eben unter anderem Airhockey-Roboter, Smart Mirror, selbstbalancierende Roboter und Industrieroboter zu bestaunen und sich erklären zu lassen, sondern auch die Universität kennenzulernen und erste Kontakte zu knüpfen. Sehr beeindruckend fand man auch den Elektro-Rennwagen „Formula Student G19/20e“, welcher in 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt.

(Text: Klein, Fotos: Abdeljebbar Slika)

Digitales Konfetti im Klassenraum

Fortbildung am Gymnasium Siegburg Alleestraße zur gewinnbringenden Nutzung von iPads im Unterricht

Bei Jugendlichen sind acht der zehn beliebtesten Freizeitaktivitäten medial geprägt. Dies besagt eine Studie der Stiftung für Zukunftsfragen. Warum also nicht auf diesen Zug aufspringen und digitale Medien in den Schulalltag integrieren?

Auch am Gymnasium Siegburg Alleestraße wurden die Möglichkeiten erkannt, die der Einsatz digitaler Medien im Unterricht eröffnet und so werden nun (erst einmal) zwei der vier zukünftigen 5. Klassen mit iPads für jede Schülerin und jeden Schüler ausgestattet.

„Die Digitalisierung bietet Chancen für den Einzelnen wie für den Unterricht – sie birgt jedoch auch Risiken“, so die Erkenntnis einer Studie der Bertelsmann Stiftung zum Einsatz digitaler Medien im Schulkontext. Damit einher geht die Forderung, Tablets und Co. nicht bloß um des Mediums wegen ab und an im Unterricht zu benutzen, sondern sie derart einzusetzen, dass ein tatsächlicher Mehrwert für die Lernenden entsteht. Nicht nur die Motivation der Schülerinnen und Schüler sollte also durch den Einsatz der bei Jugendlichen beliebten Geräte gefördert werden, sie sollten auch fit gemacht werden für den Umgang mit digitalen Medien, kritisch und reflektiert mit ihnen umgehen und mehr damit anstellen können als bloß Nachrichten per Whatsapp zu versenden und Bilder bei Instagram hochzuladen – sie nämlich sie tatsächlich zum Lernen nutzen.

Für diese Aufgabe sollten allerdings nicht nur die Lernenden, sondern vorab auch die Lehrenden ausgebildet werden. Daher fand im Rahmen des pädagogischen Tages des Gymnasiums Siegburg Alleestraße eine iPad-Fortbildung für 20 Lehrerinnen und Lehrer statt, die interessiert an der Übernahme einer iPad-Klasse sind. Geleitet wurde die Fortbildung von Medienberater Sebastian Schlag, der an der Privatschule Villa Wewersbusch tagtäglich mit dem iPad unterrichtet und überzeugt von dessen Nutzen für den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler ist. Schlag brachte für alle Lehrkräfte ein Gerät mit und so konnte sich alle rund 2½ Stunden mit einem iPad eingehend beschäftigen. Schlag erklärte die grundlegenden Funktionen des Geräts und beantwortete geduldig alle Fragen, mit denen die interessierten Fortbildungsteilnehmerinnen und –teilnehmer ihn löcherten. Außerdem wurden gewinnbringende Apps für den Unterricht und die Organisation der Klassenleitung kennengelernt und ausprobiert. Doch auch der Spaß kam nicht zu kurz: Abschließend erstellten die Lehrerinnen und Lehrer in Kleingruppen Präsentationen mit Texten, Fotos, Videos und allerlei technischen Spielereien wie digitalem Konfettiregen zur Verschönerung der Übergänge zwischen den Präsentationsfolien.

So wurde allen schnell klar: Das iPad im Unterricht ist nicht nur vielfältig und gewinnbringend einsetzbar, sondern bringt auch noch jede Menge Spaß! Die nun fortgebildeten Lehrkräfte jedenfalls können es kaum abwarten, ihre Ideen für iPad-gestützte Unterrichtsvorhaben in die Tat umzusetzen!

(Text: Eden, Fotos: Meike Jansen)

In den Fußstapfen der Profi-Marathonis

Beim Bonner Schulmarathon traten am vergangenen Sonntag vier Schülerstaffeln des Gymnasiums Siegburg Alleestraße an

„Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen“. Diese Liedzeile von Xavier Naidoo nahmen sich 24 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Siegburg Alleestraße zu Herzen, als sie beim 14. Bonner Schulmarathon in vier Staffeln á sechs Personen die Marathonstrecke von 42,195 km antraten.

Bei strahlendem Sonnenschein liefen sie nach dem Prinzip einer EKIDEN-Staffel gegen knapp 300 andere Staffeln von Schulen der Umgebung und absolvierten dabei jeweils 5 km, 7 km oder 10 km der Marathonstrecke. Dabei wurde ihre gelaufene Zeit auf einem Chip festgehalten, den sie um ihr Fußgelenk trugen und bei jedem Wechsel an die nächste Läuferin oder den nächsten Läufer weitergaben.

Umgeben waren sie dabei jedoch nicht nur von Schülerinnen und Schülern anderer Schulen, sondern auch von richtigen Profi-Marathonis, die nur 3 Minuten vor ihnen starteten und in deren Fußstapfen die GSA-Läuferinnen und –Läufer somit wortwörtlich traten. Zusätzliche Motivation gab es durch die rund 200.000 Zuschauer, die jubelnd und klatschend den Streckenrand der Ausdauersportlerinnen und -sportler säumten.

Alle Läuferinnen und Läufer des GSA schafften ihre Strecke und erreichten stolz das selbst gesteckte Ziel. Wer fertig war und sich ausreichend im Versorgungszelt gestärkt hatte, kehrte an den Streckenrand zum Anfeuern zurück. Dafür erntete die lautstarke GSA-Truppe so manches dankbare Lächeln und High Five der Marathonis.

Abschließend überreichten die Sportlehrerinnen Carla Dicty und Hille Eden ihren Schützlingen Medaillen. Auch die Marathon-Shirts und -beutel durften als Trophäen mit nach Hause genommen werden. Die helfenden Eltern bekamen ebenfalls eine Medaille überreicht, denn ohne ihre Betreuung der Ausdauersportlerinnen und -sportler an den Wechselstationen wäre eine Teilnahme unmöglich gewesen.

Die vorläufigen Ergebnisse wurden inzwischen veröffentlicht: Das GSA erreichte die Plätze 103, 197, 207 und 210 von 275 teilnehmenden Schulstaffeln. Und jetzt? Das Urteil der diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer war eindeutig: Nächstes Jahr sind wir wieder dabei! Eine Marathon-AG zur Vorbereitung der GSA-Nachwuchs-Marathonis ist bereits in Planung. Auch eine Top-Staffel aus den besten Läuferinnen und Läufern ist dann geplant. Wer lieber gemütlich joggen will, ist jedoch auch herzlich willkommen. Der Spaß steht schließlich im Vordergrund. Und davon gab es bereits in diesem Jahr jede Menge!

(Text: Eden, Fotos: Dicty, Eden, Fleer, Rick)

Geschichte aus erster Hand

DDR-Zeitzeuge Günter Heinzel berichtete Oberstufenschülern des Gymnasiums Siegburg Alleestraße von seiner Flucht in den Westen

„Mit dem Bau der Mauer war alles vorbei.“ Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so aufmerksam lauschten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Siegburg Alleestraße dem preisgekrönten Autoren bei der Lesung aus seinem Buch „Zwei plus Vier“, in dem er von seiner Flucht aus der DDR berichtet.

Heinzel wuchs in der DDR auf und war 13 Jahre alt, als 1961 die Mauer gebaut wurde – und erlebte damit dieses Ereignis als Schüler. Die sozialistische Propaganda, die auf seinem damaligen Gymnasium betrieben wurde, konnte der kritische Schüler jedoch nicht mit seiner Lebenswelt in Einklang bringen. Als er diese Skepsis in der Schule zum Ausdruck brachte, ließ sein Lehrer ihn deutlich spüren, dass Kritik am Sozialismus der DDR unerwünscht war. Für die Schüler des GSA unvorstellbar – werden sie doch täglich in der Schule zum kritischen Denken ermutigt.

In dem jungen Heinzel entwickelte sich der Wunsch zur Flucht in die BRD. Doch beim Versuch, die Grenze zu überqueren, wurde er festgenommen und verbrachte ein Jahr in Haft. Erst mit Anfang 20 gelang Heinzel mit der Hilfe eines ehemaligen Mithäftlings die Flucht in den Westen. Seiner damaligen Freundin und heutigen Ehefrau konnte er erst zwei Jahre später zur Flucht verhelfen.

Eindrucksvoll beschrieb der heute 71-Jährige die Gefühle der Angst, der Hilflosigkeit, des Ausgeliefertseins und der Wut. Seine Zuhörer waren wie gebannt, so unvorstellbar erschien der Bericht dieses Mannes, der all diese Dinge wirklich erlebt hatte. Diese stehen natürlich auch in ihren Geschichtsbüchern, doch die Erzählungen eines Zeitzeugen gehen näher, machen betroffen und regen zum Nachdenken an. Außerdem lassen sich die Geschichtsbücher nicht so gut löchern wie Günter Heinzel. Geduldig beantwortete er die Fragen, die den Schülern auf der Seele zu brennen schienen.

Eins ist klar, als Heinzel seinen Vortrag beendete: Die Geschichte dieses Mannes wird keiner der Schüler so schnell vergessen. Was damals in Deutschland passierte, auch nicht.

(Text: Eden/Klein, Fotos: Hille Eden)

Technik hautnah erleben

Die Prolight + Sound zieht Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Siegburg Alleestraße nach Frankfurt am Main  

Die Prolight + Sound ist der bedeutendste internationale Branchentreffpunkt für Technologien und Services aus den Bereichen Entertainment, Show und Event. Neben den 11 Schülerinnen und Schülern der Technik-AG, folgten dem Ruf mit Lukas Michels und Merlin Fejzuli sogar zwei ehemalige Technik-Freunde –das Staunen war bei allen dasselbe: Neben Vorführungen wie Lasershows, mit Nebel gefüllten Seifenblasen, gewaltigen LED-Wänden, programmierten Choreographien von Scheinwerfern sowie Bands, die die neuen Soundanlagen bespielen, kamen auch wieder die vielen Geschenke an die Fachbesucher bei den Schülerinnen und Schülern gut an. An den Ständen spricht man deutsch, englisch, französisch, spanisch, chinesisch – oder alles gleichzeitig.

Unter den fachkundigen Augen von Peter Kempe, welcher seit 2013 die Technik-AG leitet, haben die Schülerinnen und Schüler die Feinheiten erfahren, die das moderne Veranstaltungstechnikerherz höherschlagen lassen. „Erstaunlich, dass im Vergleich zum letzten Jahr Halogenlampen gar kein Thema mehr sind. Die LEDs sind extrem hell und entwickeln gar keine Hitze.“, fachsimpelten die Technik-AGler. In einem Vortrag lernten die Hobby-Veranstaltungstechniker auch die Feinheiten des modernen elektronischen Lichtdesigns kennen.

Globales Flair verströmte die Messe auch deshalb, da laut Veranstalter 50 % der Fachbesucher und 63 % der Austeller aus dem Ausland kommen. Eine Messe, die die Welt verbindet. Und ebenso die Schüler.

(Text: Hans Klein, Fotos: Hans Klein)

   
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